Schlesien-Programm 2019:

 

Es ist ihr Heimatlied und die Oder spielt darin eine zentrale Rolle. Sie durchfließt ganz Schlesien; vom südöstlichen Gebiet bei Ratibor bis in die nordwestlichste Ecke bei Grünberg. Die Oder teilt das Land in eine Nord- und Südhälfte, wobei die Nordhälfte der kleinere und wegen des kargen Sandbodens als die ärmere Region angesehen wird. Im Süden findet man dagegen fruchtbare Ackerböden, eine reizvolle Gebirgslandschaft und gilt als der wirtschaftlich attraktivere Teil der Region. Die Schlesier nannten daher den nördlichen Teil etwas abwertend die „lausige Seite“, während man vom  südlichen Teil von der „Herrenseite“ sprach. Für die Nord- und Südschlesier ist die Oder „ihre Oder“ und wird auch heute noch gerne als „Muttl Oder“ bezeichnet.

Der schlesische Schriftsteller Paul Keller (1873 – 1932) verglich in einem seiner Werke die Oder mit anderen deutschen Flüssen. „Die Oder ist unter den deutschen Flüssen wie ein Bauernweib unter Großen und Edlen. Sie ist nicht so reich wie die Elbe, nicht so munter wie die Weser, nicht so königlich wie der Rhein, nicht so machtvoll wie die Donau. Die Oder ist ein Bauernweib. Kalk- und Kohlenstaub liegen auf ihrem Kleide von Jugend an und Güter aller Art schleppt sie bergauf und bergab. Einmal, wie wohl jedes Bauernweib, kommt die Oder auch in die Hauptstadt, nach Breslau. Dort hört sie die Domglocken klingen und nimmt das Bild der Türme in den Spiegeln ihrer Seele auf.“

Etwa 10 Jahre nach dem Einigungsvertrag hat der frühere Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Peter Ohr, in Breslau in einem Interview gemeint: „Ich wünsche mir heute, dass dieses Schlesische Land und diese Stadt wieder die Ausstrahlung gewinnt, die Schlesien über Jahrhunderte hinweg in Europa hatte. Heute ist dies eine gemeinsame Aufgabe der Deutschen und der Polen, der alten und der neuen Schlesier“, wenn man das so überhaupt sagen kann.

In Breslau, der Hauptstadt Niederschlesiens, ist in den letzten Jahren wie in keiner anderen Stadt Schlesiens der Aufschwung erkennbar. Wer noch vor einigen Jahren die Stadt besucht hat, wird sie heute kaum wieder erkennen. Kultur und Wissenschaft finden heute in einer der geschichtsträchtigsten Städte Schlesiens zusammen. Bis 1919 war Breslau königliche Residenz. Mit über 630.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Polens und Sitz eines

Erzbischofs sowie zahlreicher Hochschulen (u.a. die Universität Breslau mit etwa 60.000 Studenten)  Forschungsinstitute, Theater und Museen.

Bedeutende Persönlichkeiten wie Adolf von Menzel, Ferdinand Lassalle, Dietrich Bonhoeffer,  Edith Stein sowie zehn Nobelpreisträger (u.a. Theodor Mommsen, Gerhart Hauptmann) wurden in Breslau geboren oder haben hier gewirkt.

Auch im Jahr 2019 haben wir für Sie wieder interessante Reisen zusammengestellt. Als Interessierte/r der alten Heimat bieten wir Ihnen gerne die Möglichkeit, diese wiederzusehen.

Programmbeschreibung im Einzelnen:

 

Deutschlandtreffen der Schlesier in Hannover:

Die Reise zum Deutschlandtreffen der Schlesier beginnt in Nürnberg um 10:00 Uhr am Maffeiplatz, um 10:30 Uhr am Hauptbahnhof (Südausgang, Nelson-Mandela-Platz). Die Fahrtroute führt zur Autobahn über Würzburg, Fulda, Kassel, Göttingen nach Hannover. Die Ankunft in Hannover sehen wir um ca. 16:00 Uhr vor.

Am Freitag besteht die Möglichkeit am Ökumenischen Gottesdienst teilzunehmen. Am Samstag und Sonntag geht es jeweils nach dem Frühstück zum Deutschlandtreffen der Schlesier in das Congress Centrum Hannover.

Wir sehen die Rückfahrt zeitlich so vor, dass wir den Raum Nürnberg um ca. 21:00 Uhr erreichen.

 

Stadtrundfahrt Breslau und Besuch Kloster Trebnitz:

Unsere Stadtbesichtigung beginnt um 09:00 Uhr zunächst als Stadtrundgang um den Ring mit Rathaus, weiter zur Universität (Aula Leopoldina). Dort steht der Bus bereit und bringt Sie zum Dom. Anschließend besichtigen wir die Jahrhunderthalle und fahren weiter durch die Vororte Zimpel, Scheidniger Park zur Markthalle am Ritterplatz.

In der Nähe des Breslauer Rings endet gegen 13:00 Uhr unsere Stadtrundfahrt. Die Rundfahrt wird mit einer deutschsprachigen Reiseleitung durchgeführt.

Nach der Mittagspause bietet sich ein Ausflug zum Kloster Trebnitz zum Grab der Heiligen Hedwig, welche die Schutzpatronin der Schlesier ist, an.

Anschließend Rückfahrt zu unserem Hotel in Breslau.

 

Riesengebirgsrundfahrt:

 ab Breslau:

Tagesfahrt Riesengebirge:

Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus stadtauswärts über Klettendorf, Schweidnitz mit Besichtigung der Friedenskirche anschließend weiter nach Hirschberg.

Am Nachmittag besuchen wir Krummhübel, die Kirche Wang in Brückenberg. Der Bus bringt Sie anschließend nach Agnetendorf zum Hause Wiesenstein (Gerhart Hauptmann).

Anschließend Rückfahrt in unser Hotel in Breslau.

 

Fahrt zum Glatzer-Kessel und zur „Großen Heuscheuer“:

Die Glatzer Rose, auch Kugelranunkel, Goldköpfchen oder Butterkugel genannt, bedeckt zu tausenden die Gebirgswiesen des
Glatzer Berglandes.

Im Südwesten Schlesiens zwischen dem böhmisch-mährischen Raum ist der Glatzer Kessel gleichsam von natürlichen Grenzen umgeben: vom Eulen-Wartha-Reichensteiner Gebirge im Osten, dem Glatzer Schneegebirge und dem Bielen-Gebirge im Süden, dem Habelschwerdter Gebirge, dem Adler- und Mensegebirge im Westen sowie dem Heuscheuergebirge im Nordwesten.

Nach dem Frühstück geht es über Frankenstein und den Wartha-Pass nach Glatz. Zu Fuß geht es durch das „schlesische Prag“.

Wir fahren nach der Mittagspause nach Bad Altheide, Bad Reinerz und weiter nach Bad Kudowa. Hier haben Sie die Möglichkeit durch die Kuranlagen zu flanieren. Weiter geht unsere Fahrt zur „Großen Heuscheuer“.

Nach dem Aufenthalt am Fuße dieses imposanten Steinmassives fahren wir zurück zu unserem Hotel in Breslau.

Reisetermine 2019:

Deutschlandtreffen der Schlesier vom 14.06.2019 bis 16.06.2019

  1. Tag: Anreise nach Hannover
  2. Tag: Deutschlandtreffen Messehalle Congress Centrum Hannover
  3. Tag: Deutschlandtreffen Messehalle Congress Centrum Hannover.

Anschließend Rückreise

Reisepreis pro Person:
EZZ:

205,00 Euro
70,00 Euro

Reise nach Breslau

vom 28.08.2019 bis 31.08.2019

1. Tag: Anreise nach Breslau
2. Tag: Stadtrundfahrt in Breslau
3. Tag: zur freien Verfügung
4. Tag: Rückreise

Reisepreis pro Person:
EZZ:

368,00 Euro
120,00 Euro

Die Hirschberger Gnadenkirche

Reise nach Krummhübel und Breslau

vom 22.09.2019 bis 26.09.2019

1. Tag: Anreise nach Krummhübel
2. Tag: Riesengebirgs – Rundfahrt
3. Tag: Fahrt nach Breslau
4. Tag: Stadtrundfahrt / Rundgang in Breslau

5. Tag: Rückreise

Programmänderungen vorbehalten

Reisepreis pro Person:
EZZ:

426,00 Euro
120,00 Euro

Die Breslauer Jahrhunderthalle

 

Hinweise:

Die Währung Polens ist der Zloty. Bitte beachten Sie, auch einige kleine Euroscheine mit sich zu führen. Taxis sind immer noch eine Alternative in Polen; mit dem Fahrer haben Sie gleichzeitig einen Dolmetscher. Wir vermitteln Ihnen auf Wunsch nur verlässliche, seriöse und uns aus langjähriger Zusammenarbeit persönlich bekannte Taxiunternehmen. Bitte beachten Sie, dass die Taxifahrten (mit deutschsprechendem Personal) in Euro bezahlt werden. Für Halbtagesfahrten müssen Sie mit 90,00 Euro, bei Tagesfahrten je nach Reiseziel mit einem Betrag zwischen 120,00 Euro und 170,00 Euro rechnen.

 

Für Reisen zwischen Deutschland und Polen gilt seit dem Beitritt Polens in die Europäische Union im Jahr 2004 die Reisefreizügigkeit. Anfang 2008 trat Polen dem Schengener Abkommen bei. Dadurch sind an den Grenzen die Personenkontrollen entfallen. Aus der Verpflichtung der Beitrittsländer ergibt sich aber, dass für die Einreise deutscher Staatsangehöriger ab 16 Jahren ein Personalausweis erforderlich ist. Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit bis zum 16. Lebensjahr dürfen mit eigenem Kinderausweis mit Lichtbild nach Polen einreisen oder mit den Eltern, wenn sie im Reisepass der Eltern eingetragen sind.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 

Gerne stehen wir Ihnen für eine individuelle Reiseberatung zur Verfügung.

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